November 2026 – Kormorane am Bodensee

Der auch als Schwäbisches Meer bekannte Bodensee, ein Relikt der letzten Eiszeit, ist Deutschlands größtes Binnengewässer. Auf knapp 400 m Höhe liegend, wird er vom Rhein gespeist und durchflossen, ist 63 km lang und maximal 14 km breit. Seine Tiefe beträgt im Schnitt 90 m, an der tiefsten Stelle 254 m. Die Uferlinie misst 273 km, wovon der größte Teil zur Schweiz, der kleinste zu Österreich gehört. Im, am und auf dem Wasser ist der Bodensee Lebensraum zahlreicher Organismen und Existenzgrundlage vieler hier ansässiger Menschen.

Gab es in den 1980er Jahren deutschlandweit ca. 1000 Kormoran-Brutpaare, vervielfachten sich durch europaweite Schutzmaßnahmen die Bestände rasch. Inzwischen zählen sehr viele Kormorane zu den am Bodensee nistenden, sich aus dem See und seinen Zuflüssen ernährenden Vögeln, worüber längst nicht mehr jeder erfreut ist. Kormorane fressen ausschließlich meist tauchend erbeutete Fische.

Da der Bedarf eines Tieres pro Tag bei 400-500 g liegt und sich in der Brutzeit auf 2,5 kg erhöht, können große Brutkolonien an den Fischbeständen ihrer Umgebung erheblichen Schaden anrichten.

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