Fisch des Jahres – Der Wels am Bodensee
Zu Jahreswesen werden Lebewesen gekürt, die als gefährdet oder besonders schützenswert gelten.
Neben Fischen zählen z.B. Vertreter der Insekten, Blumen, Pilze, Bäume, Säugetiere, Reptilien und Amphibien dazu. Ursache ihrer Gefährdung ist fast immer der
Mensch, der ihre Lebensräume verändert oder zerstört. Mehrere Organisationen, die sich dem Schutz der Natur widmen, führten zur Steigerung des Bekanntheitsgrades diese Wahlen ein: Man kann nur schützen, was man kennt!
Von den dieses Jahr zur Wahl stehenden Kandidaten für den Fisch des Jahres Hundshai, Quappe und Europäischer Wels (Silurus glanis), erhielt Letzterer die meisten Stimmen. Das kann mit seiner gestiegenen Bekanntheit durch die Medien zusammenhängen: In letzter Zeit häufen sich Berichte über mehr als 2 m große und zwischen 90 kg und 150 kg schwere Welse.
Einige Beispiele: Im Juni 2025 griff ein Wels im Brombachsee Badende an und wurde erschossen. Am 23.06.2017 zogen Angler einen „Riesen-Wels“ aus dem Max-Eyth-See. Ein weiteres, im Bodensee gefangenes Tier machte am 6.08. 2025 Schlagzeilen. Fotografierte Tiere dürfen nicht mehr ins Wasser zurückgesetzt werden, sie wurden filetiert und gegessen.
Das ist nicht ungewöhnlich: Welse werden oft 100 Jahre alt. Lebenslang wachsend werden sie entsprechend groß und schwer. Auch ihr Appetit ist beachtlich, in ihrem Magen landet alles ins Maul Passende.




